Wie

... entstehen Erprobungsräume?

Inspiriert von der Idee in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, hat die rheinische Landessynode 2019 das Projekt „Erprobungsräume“ initiiert. Der Fokus liegt auf dem Charakter des Experiments. Ein Erprobungsraum ist ein Raum zum Ausprobieren, Fehler machen, Lernen. So wird die Evangelische Kirche im Rheinland gezielt Initiativen unterstützen, die das Risiko eingehen, etwas Neues auszuprobieren und sich dabei auf spezifische Kontexte oder Zielgruppen konzentrieren, die gegenwärtige Erscheinungsformen von Kirche kaum prägen: Wie kann Kirche hier neu Gestalt gewinnen, wie formt sich in unterschiedlichen Kontexten christliche Gemeinschaft, wie entfaltet das Evangelium seine Kraft?

Wer wird gefördert?
Gefördert werden Gruppen, die den Mut haben, Antworten auf diese Fragen zu erproben und darin einen innovativen Charakter aufweisen. Die rheinische Landeskirche möchte mithilfe von Erprobungsräumen für die Kirche der Zukunft lernen. Deshalb werden Erprobungsräume für einen bestimmten Zeitraum auch finanziell gefördert, Gründerinnen und Gründer, Pionierinnen und Pioniere sowie Akteurinnen und Akteure werden fachlich und bei Bedarf auch juristisch beraten und die Erfahrungen evaluiert.

Wann kann man sich bewerben?
Etwa jährlich wird es in dem insgesamt auf zehn Jahre angelegten Projekt einen Bewerbungszeitraum geben. Die erste Bewerbungsphase endete am 20.1.2020. Die zweite Bewerbungsphase beginnt am 31.10.2020 und endet am 31.12.2020. Initiativen und Teams mit Ideen können sich anhand des Antragsformulars und der Förderrichtlinie als Erprobungsraum um eine Förderung bei der Evangelischen Kirche im Rheinland bewerben. Wenn Initiativgruppen sich bewerben, sehen die Förderrichtlinien ein Votum des Leitungsgremiums vor Ort (Kirchengemeinde oder Kirchenkreis) vor. Dies bedeutet nicht, dass die Kirchengemeinde oder der Kirchenkreis das Vorhaben genehmigen muss. Sie sollen nur darum wissen und sich dazu erklären (Votum).

Es empfiehlt sich vor der Bewerbung Kontakt mit der Projektleitung Rebecca John Klug aufzunehmen, die sowohl bei der Antragstellung als auch bei der Entwicklung und Umsetzung von Ideen berät, Teams begleitet und vernetzt.