Was

... sind Erprobungsräume?

Erprobungsräume weisen sieben Kennzeichen auf:

  1. In ihnen entsteht Gemeinde Jesu Christi in neuen Formen (communio sanctorum – koinonia).
  2. Sie überschreiten die volkskirchliche Logik an mindestens einer der folgenden Stellen: Parochie (Initiativen orientieren sich nicht an Grenzen, Strukturen und Arbeitsweisen von Ortsgemeinden), beruflich Mitarbeitende (Initiativen arbeiten rein ehrenamtlich), Kirchengebäude (Initiativen nutzen nicht-kirchliche Räume oder verzichten ganz auf Gebäude).
  3. Sie eröffnen Menschen ohne (positiven) Bezug zur Kirche/zum christlichen Glauben Zugänge zum Evangelium und laden sie zur Nachfolge ein (missional – martyria).
  4. Sie sind maßgeblich von einem bewusst gewählten Kontext geprägt und knüpfen an den spezifischen Herausforderungen und Ressourcen an (diakonia).
  5. In ihnen sind freiwillig Mitarbeitende an verantwortlicher Stelle eingebunden (Partizipation).
  6. Sie erschließen alternative Finanzquellen (Fundraising, Kirchensteuer unabhängige Mittel) und sind zukunftsfähig angelegt.
  7. In ihnen nimmt gelebte Spiritualität einen zentralen Raum ein (liturgia, contemplatio).

Als Erprobungsraum gelten in der Evangelischen Kirche im Rheinland Initiativen, die anhand dieser sieben Kennzeichen offiziell anerkannt und gefördert werden.

Die rheinische Landeskirche hat sich bei der Formulierung dieser Kennzeichen an die Erfahrungen mit Erprobungsräumen in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland angelehnt.