Internationale Gemeinde An Nahe und Glan

Im Kirchenkreis An Nahe und Glan gründet sich eine Internationale Gemeinde, die insbesondere Formen einer interkulturellen Spiritualität erproben und sich in ihrer Grundstruktur gleichzeitig als Gast sowie als Heimatgebende verstehen will.

 

Der Ausgangspunkt: Ein Beziehungsnetzwerk

Bei diesem Vorhaben wird an den langjährigen Erfahrungen und vielfältigen Beziehungsnetzwerken des so genannten Arbeitsbereiches „Ausländerpfarramt“ im Kirchenkreis angeknüpft. Ebenso wird das besonderen Potential der Region in den Blick genommen, in der viele Geflüchtete, Migrantinnen und Migranten leben und viele ehrenamtlich Engagierte die Prozesse des Ankommens in dem fremden Umfeld begleiten.

 

Die Herausforderung: Kirchliche Gestaltung von Interkulturalität

Die Internationale Gemeinde will sich der Herausforderung der kirchlichen Gestaltung von Interkulturalität stellen und einer auch davon geprägten Spiritualität – mit ökumenischem Horizont. Im Fokus steht dabei die Entwicklung von gemeinsam getragenen Gemeinschafts-, Gottesdienst- sowie auch Leitungsformen.

Die Gemeinde soll nicht über eigene Räumlichkeiten verfügen, sondern als Gast an kirchlichen Orten und in Gemeinden der Region unterwegs sein. Zugleich soll sie Menschen auf der Suche eine neue spirituelle Heimat geben.

Das Projekt Erprobungsräume unterstützt dieses Vorhaben, das noch ganz am Anfang steht, für einen Zeitraum von fünf Jahren.

Ein Einblick in den Erprobungsraum

Seit Juni 2020 ist die Internationale Gemeinde An Nahe und Glan ein Erprobungsraum in der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Hier erzählen diejenigen, die diesen Erprobungsraum gestalten, wer sie sind, von ihrer Motivation und ihrem Traum:

Wer gestaltet diesen Erprobungsraum?

Beruflich und ehrenamtlich Mitarbeitende sind gemeinsam auf dem Weg, eine Internationale Gemeinde zu gründen. Es sind Menschen unterschiedlicher Herkunft und spiritueller Prägung, die die Internationale Gemeinde gestalten und weiterentwickeln wollen. Eine Pfarrerin oder ein Pfarrer soll die geistliche Leitung in dieser Gemeinde wahrnehmen und die Gemeinde auf ihrem Weg begleiten. Eine intensive Kooperation mit den Gemeinden anderer Muttersprachen in der Region soll aufgebaut werden. Für die Internationale Gemeinde wird eine Leitungsstruktur erarbeitet.

 

Was hat euch zu diesem Vorhaben motiviert?

Bei der bisherigen Arbeit im Ausländerpfarramt bei uns im Kirchenkreis haben wir ein großes Bedürfnis nach Gemeinschaft und Spiritualität festgestellt. Nun wollen wir uns weiterentwickeln zu einer Gemeinde, die Menschen aus unterschiedlichen Länder dazu einlädt und zusammenbringt.

Eine andere Motivation ist die enorm hohe Zahl von Menschen, die sich bis heute ehrenamtlich in der Flüchtlingshilfe engagieren. In der Begegnung mit den Geflüchteten haben sie einen neuen Zugang zur Gemeinde Jesu gefunden. Es eröffnet sich die Chance, diesen Menschen, die oft der Kirche kritisch gegenüberstehen, in der Internationalen Gemeinde (wieder) eine Heimat zu bieten.

 

Was ist euer „Erprobungs-Traum“ – Wo seht ihr euch in 3 Jahren?

Die internationale Gemeinde ist eine christliche Gemeinde, die Zusammenleben in Vielfalt bietet. Trotz unterschiedlicher religiöser Herkunft, trotz unterschiedlicher Sprache und trotz unterschiedlicher kultureller Herkunft finden Menschen eine neue gemeinsame Heimat in der Hoffnung auf ein Leben in Frieden.

 

 

  • Isabel Mittler